Haarausfall Informationen

Jeder kennt es, das leidige Thema Haarausfall. Schon früher konnten die Menschen bei Haarausfall und Haarverlust nichts anderes tun, als sich zu verstecken, wenn es soweit war. Große Perücken waren ein Zeichen von Reichtum, Macht und Schönheit, sorgten aber gleichzeitig für starkes Schwitzen. Könige und Kaiser schmückten sich mit pompöser Haarpracht mit großen Locken. Doch was darunter zu sehen war, durfte keiner erfahren. Schon damals hatten die Menschen mit Haarverlust bzw. Haarausfall zu kämpfen.

Auch heute noch beschäftigen sich Menschen weltweit mit dem Thema Haarausfall. Heute werden nur äußerst selten noch ganze Perücken bei Haarausfall benutzt. In echter Handarbeit geflochten oder ganz günstig in Glitzervarianten für die nächste Karnevalsveranstaltung gibt es sie. Lang oder kurz, rot, braun, schwarz oder auch knallpink – der Fantasie kennt hier keine Grenzen. Haarverlängerungen und -verdickungen sind in den meisten Frisörläden zum Standard geworden. Die Vielfalt ist groß und natürlich kann sich jedermann, je nachdem, was der Geldbeutel hergibt, seine Haarpracht erkaufen. Haare machen Leute. Oder etwa nicht?

Die Lebensdauer eines Haares kann mehrere Jahre betragen. Pro Tag verliert der Mensch an die einhundert Haare. Normalerweise wachsen diese nach. Etwa einen Zentimeter wachsen die Haare pro Monat. Würde ein Mensch sich also 75 Jahre die Haare nicht schneiden lassen, könnte er eine Haarlänge von über neun Metern erreichen. Den Weltrekord hält ein Mann aus Hanoi mit über sechs Metern Kopfhaar. Die Haarfarbe ist ein ausschlaggebender Punkt für die Anzahl der Haare. Schwarzhaarige haben theoretisch weniger Haare als Blonde.

Doch leider gibt es immer wieder Menschen, bei denen das nicht der Fall ist. Sie müssen mit Haarverlust und Haarausfall leben, ob sie wollen oder nicht. Ob krankhaft bedingt oder vererbter Haarverlust, spielt dabei nur eine kleine Rolle. Viel wichtiger ist es, wie der Mensch mit dem Haarausfall umgeht. Manch einen lässt Haarverlust eiskalt und wieder andere verfallen in tiefste Depressionen. Meist geht es ganz langsam los und wird mit zunehmendem Alter immer schlimmer, doch auch im jungen Alter können verschiedene Ursachen Haarausfall hervorrufen, manchmal auch ganz plötzlich.

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, wie den androgenetischen Haarausfall, den diffusen Haarausfall, oder auch den kreisrunden Haarausfall. Der androgenetische Haarausfall ist häufig angeboren. Es ist eine Überempfindlichkeit der Haarfolikel gegen ein bestimmtes Hormon. Dieser Haarausfall ist demnach genetisch bedingt. Der diffuse Haarausfall tritt häufiger bei Frauen, als bei Männern auf. Die Haare fallen vom gesamten Kopf ab. Hormonschwankungen, Eisenmangel oder Kopfhauterkrankungen können Ursachen hierfür sein.

Der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung. Derzeit ist nicht sicher, ob vielleicht Stress und persönliche Schockerlebnisse Auslöser des Haarverlustes dafür sind.

In jedem Fall kann Haarausfall viele persönliche Veränderungen mit sich bringen. Die Selbstwahrnehmung eines Menschen kann sich grundlegend verändern. Solche Menschen fühlen sich weniger attraktiv und werden anderen gegenüber verschlossener. Die Gesellschaft anderer wird zunehmend gemieden. Es kann auch ganz drastische Folgen haben, dass diese Menschen sich gar nicht mehr vor die Tür trauen. Die Motivation in Bezug auf die Partnersuche oder die Jobsuche sinkt, da sie sich aufgrund des Haarausfalls viel weniger Chancen ausrechnen. Sie fühlen sich älter und unattraktiver. Meistens ist der Haarverlust auch nicht mehr rückgängig zu machen, was die Motivation der Betroffenen noch mehr mindert. Die Lebensqualität lässt nach und soziale Kontakte leiden darunter.

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